Monika Bittl und Silke Neumayer
Frauen und Männer leben heute meist als »emanzipiertes« Paar, beide arbeiten selbstverständlich, teilen sich den Haushalt mehr oder weniger gerecht und verfolgen ihre eigenen Lebensentwürfe. Doch kaum wird ein Kind geboren, finden sich die jungen Mütter plötzlich in der klassischen Frauenrolle wieder, trotz guter Vorsätze und eigener Berufstätigkeit.
Und was ist mit den vielbejubelten neuen Vätern? Statistiken belegen:
Mit jedem Kind steigt die Arbeitszeit der Väter und damit deren
Abwesenheit in der Familie. Es sind nach wie vor die Mütter, die
Haushalt und Familie managen und die eigene Karriere zurückzustellen.
Daran konnten auch erweiterte Elternzeit und Kita-Ausbau bisher nichts
ändern.
Zwar wechseln mittlerweile auch Väter mal Windeln, manche nutzen sogar
die Elternzeit.
Doch das sind Nuancen: 10 Minuten am Tag oder zwei
Monate in der Lebensbetreuungszeit für ein Kind. Für den Rest sind immer
noch die Mütter zuständig.
Statt zu verzweifeln schlägt die neue, souveräne Müttergeneration mit
Witz und Grips zurück: Intelligent und urkomisch schildern die Münchner
Autorinnen (und glücklich verheirateten Mütter) Monika Bittl und Silke
Neumayer anhand von zahlreichen alltäglichen Beispielen, was es
bedeutet, Alleinerziehend mit Mann zu sein. Sehr ehrlich und mit viel
Selbstironie nehmen sie die vielen Herausforderungen aufs Korn, denen
moderne Familienmanagerinnen sich heute gegenübersehen, und die sie als
geübte Multitaskerinnen dann doch immer irgendwie meistern.
Droemer Knaur ISBN3-426-78477-7, 240 Seiten, 8,99 Euro
Schindler (DE) - 18.06.12 OID: 46232
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