17.04.2015 – 03.06.2015, 06:45 – 21:00

Exkursion: Gotteshäuser in Duisburg

DITIB-Merkez Moschee / (c) Klaus Oerschkes

Duisburg, an der Schnittstelle zwischen Niederrhein und Ruhrgebiet gelegen, bildet als Industrie- und Hafenstadt seit Beginn der Industriealisierung Ende des 19 Jahrhunderts ein Zentrum für Zuwanderer aus Ost- und Südeuropa am Niederrhein. Der Einfluss verschiedener Kulturen und Religionszugehörigkeiten prägen die Stadt nachhaltig. Der Historische Verein bietet vier Tagesexkursionen zu Stätten und Zentren verschiedener Glaubensgemeinschaften an.

Besichtigungsprogramm

Kloster Hamborn

Das Kloster Hamborn ist als Prämonstratenser-Abtei (Norbert von Xanten 1121) mit Kirche, Kreuzgang und Schatzkammer kein Ort der Weltabgeschiedenheit. Es werden neben Führungen im Abteizentrum auch Räume für Seminare, Lesungen, Kunstausstellungen, Firmenpräsentationen und private Feiern angeboten. Die Ordensgemeinschaft, die Mönchstum mit weltpriesterlichen Aufgaben vereinbart, setzt sich u.a. für ein gemeinschaftliches und soziales Wohnumfeld ein.

DITIB-Merkez Moschee

DITIB-Merkez Moschee wurde am 26. Oktober 2008 in Duisburg-Marxloh als die bis dahin größte Moschee Deutschlands eröffnet. Sie wurde geplant als interreligiöse und kulturelle Begegnungsstätte in der das Nebeneinander zum Miteinander der Kulturen werden soll. Diese Bildungs- und Begegnungsstätte hat eine wichtige Funktion in der Integrationsarbeit.

Neue Synagoge

Mit dem Bau der neuen Synagoge / Gemeindezentrum in Duisburg wurde erst 1997 begonnen, nachdem durch russisch-jüdische Zuwanderer die Gemeinde von 50 Mitgliedern auf über 2000 Mitglieder angewachsen war. Heute ist das Gemeindezentrum der Mittelpunkt für die knapp 3.000 Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim/Ruhr-Oberhausen und zählt zusammen mit den Synagogen in Wuppertal und Essen zu den größten Synagogen im Ruhrgebiet.

Salvatorkirche

Die Salvatorkirche ist unter historischen und architektonischen Gesichtspunkten die bedeutsamste Kirche in Duisburg. Ihre Geschichte führt bis ins 9. Jahrhundert zurück. Bei Ausgrabungen fand man 1956 Pfostenlöcher, die auf einen einschiffigen Holzbau schließen lassen. Die dreischiffige Basilika aus dem 10. Jhdt. wurde mehrfach durch Brände zerstört und wieder hergerichtet. Von 1898 bis 1904 wurde die Kirche umfassend renoviert mit dem Ziel, einen gotischen Stil zu rekonstruieren. Der Zweite Weltkrieg zerstörte Dächer und Gewölbe. 1960 war die Restaurierung abgeschlossen. Auf den Nachbau der Turmspitze wurde jedoch verzichtet. Eine Attraktion bildet die Gruft der Familie Böninger, die von Carl Friedrich Böninger (1871-1876) mit zahlreichen Zier- und Schmuckelementen auf dem Friedhof Duisburg-Neudorf errichtet wurde. Der unterirdische Teil der Grabanlage mit 24 Bestattungsmöglichkeiten kann seit November 2013 wieder besichtigt werden.

Griechisch-Orthodoxe Kirche

Seit 2005 wird die ehemalige evangelische Friedenskirche als griechisch-orthodoxe Kirche genutzt und ist seitdem den Aposteln Petrus und Paulus geweiht. Zuvor nutzten die zugezogenen griechisch-orthodoxen Gemeindemitglieder ab 1975 die Krypta der katholischen Kirche am Dellplatz. Priester Wassilios betreute die Duisburger Gemeinde bis 1982, dann kam Priester Iridion Zerdalis aus Krefeld nach Duisburg. Iridion baute den Kontakt zu den katholischen und evangelischen Gemeinden auf. 1984 wurde die Gemeinde Duisburg, Krefeld und Umgebung gegründet.

Veranstalter: Historischer Verein für Geldern und Umgegend e.V. Boeckelter Weg 2, 47608 Geldern

Die Exkursionen finden am 17. April 2015, 24. April 2015, 08. Mai 2015 und 03. Juni 2015 mit maximal je 40 Teilnehmern statt.

Anmeldung und Organisation: Tel: 02831/391814

www.hv-geldern.de
www.niederrhein-museen.de