Städtische Galerie im Park
08.10.2017 – 19.11.2017

Künstler auf Reisen

Emil Flecken: Maisspeicher in Angola / © Stadt Viersen

Für die Kunst des Reisens muss man kein Künstler sein. Aber dass Reisen nicht nur bildet, sondern auch kreative Kräfte weckt und inspirierend wirkt, dafür gibt es in der Kunstgeschichte zahlreiche Beispiele.

Seit Jahrhunderten sind Künstler von fremden Ländern fasziniert, ihre Reisen meist mit der Entstehung von Kunstwerken verbunden, die durch landschaftliche und kulturelle Eindrücke oder die Begegnung mit Menschen inspiriert und geprägt werden. So war bereits seit der Renaissance der Romaufenthalt ein Höhepunkt jedes Künstlerlebens, im 19. Jahrhundert wurde Paris ein solches beliebtes Ziel.

Auch Künstler des Niederrheins zieht es seit jeher in die Ferne. Der aus Süchteln stammende Emil Flecken (1890 – 1981), dessen Nachlass sich in der Städtischen Galerie befindet, unternahm ausgedehnte Reisen nach Frankreich, Algerien, Angola und auf die Kanarischen Inseln. Der Dülkener Maler Heinrich Mostertz (1884 – 1975) verbrachte als Kolonialbeamter viele Jahre in Ostafrika. Reisebilder dieser niederrheinischen Künstler des frühen 20. Jahrhunderts stehen in der Ausstellung Werken zeitgenössischer Kunst gegenüber, so etwa Werken der in Grefrath aufgewachsenen Monika Lassak, deren Gemälde in ihrer Wahlheimat Wien oder in Nordafrika entstanden sind.

„Künstler auf Reisen“ widmet sich nicht nur diesen Reisebildern, sondern auch dem aktuellen städtischen Anliegen, Kreativen aller Sparten den komfortablen Weg in die Stadt zu ebnen, Viersen als Destination für Künstler aus aller Welt attraktiver zu machen. Das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Jazz-Festival sowie die Viersener Festhalle gelten bei den Stars der internationalen Musikszene als erste Adressen.

Viersen liegt inmitten von Europa, in der Nähe von Köln und Düsseldorf, Amsterdam oder Brüssel, doch ohne direkte Anbindung an diese internationalen Metropolen. Der Name der Stadt erscheint in den Reiseportalen nur auf gezielte Anfrage. Schon lange besteht der Wunsch, Viersen an das internationale Luftverkehrsnetz anzuschließen, so dass sich Von Viersen in die Welt – die Welt in Viersen

Künstler auf der Durchreise nicht mehr in Köln und Düsseldorf langweilen müssen, sondern ihre freien Kapazitäten mit einem bequemen Abstecher nach Viersen optimieren können. Individualisten und VIPs möchten beim Reisen nicht gerne auf ihre lieben Gewohnheiten verzichten. Die sogenannte letzte Meile stellt für Stars mit ihren wertvollen Instrumenten, Tieren oder großen Reisekoffern oft ein ernstes Hindernis dar.

So reifen hochfliegende Pläne und nehmen allmählich Gestalt an. Die Stadt plant in der Nähe der Festhalle einen Heliport zu errichten – den Ferdinand-Emmerich-Heliport, benannt nach dem berühmten Viersener Abenteurer und Reiseschriftsteller. Erste Gespräche mit der bekannten „ingold airlines“, bei der Fliegen mehr ist, als nur von einem Ort zum nächsten zu gelangen, wurden bereits geführt.

Für die Festival- und Konzertsaison 2017/18 rechnet man mit der Einweihung dieses dringend benötigten Heliports. Die Feierlichkeiten sollen mit einer weiteren Kunstaktion geadelt werden, indem der bekannte „Mythos-Grill“ des Bochumer Konzept-Künstlers Matthias Schamp in Viersen Station macht.

Die Schau voller kreativer Überraschungen wird am 8. Oktober 2017 um 11.00 Uhr eröffnet.

Städtische Galerie im Park

Lindenstraße
41747 Viersen
Deutschland

+49(0)2162 101465
+49(0)2162 101476
kulturverwaltung@viersen.de

Weitere Informationen zu diesem Ort Diesen Ort auf der Karte anzeigen